Sprachförderung


  • Sprachbildung mit allen Sinnen

    Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Motivation, die Methoden und die Ausgestaltung der KIKU-Sprachbildung.

     

    • Sprachförderung im KIKU

      Kleingruppen-Arbeit: Gemeinsam ein einfaches Buch lesen, es verstehen und theatral umsetzen.


    Sprachbildung mit dem KIKU - Kreative Zugänge zur Sprache

    Viele Kinder brauchen Unterstützung , um sich in der deutschen Sprache situationsangemessen ausdrücken zu können. Sprachkompetenz ist aber nachgewiesenermaßen der Schlüssel zum Bildungserfolg. Besonderen Wert legt das Hamburger Sprachförderkonzept auf die Beherrschung bildungssprachlicher Tools, da dies die fächerübergreifende Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn ist.  Kinder, die zu Hause eine andere Sprache sprechen, d.h., die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erlernen, haben  gegenüber Kindern aus muttersprachlichen Familien meist einen deutlich messbaren Bildungsnachteil im deutschen Schulwesen – insbesondere, wenn sie aus sozial schwachen Familien kommen. Das KIKU versucht, diese Nachteile durch gezielte Sprachbildungsarbeit auszugleichen.  Die Arbeit an Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Sprachflüssigkeit stehen dabei im Vordergrund der KIKU-Arbeit. Auch Kinder, die Deutsch als Muttersprache sprechen, nehmen an den Programmen teil, wenn sie in den schulischen Sprachtestungen und Diagnoseverfahren als entsprechend förderbedürftig identifiziert werden. 

    Praxis der Sprachbildung

    Das Besondere der KIKU-Sprachbildung liegt in der Verbindung mit Theater, Musik, Literatur, Kunst, Tanz oder Spielen. Das Kinderkulturhaus hat das Konzept im Jahr 2010 entwickelt und seither weiter ausdifferenziert und ausgebaut. Alle KIKU-Sprachförderkräfte sind entweder Sprachwissenschaftler*innen oder haben die vom KIKU entwickelte und vom Hamburger Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) zertifizierte Fortbildung  erfolgreich abgeschlossen. Die meisten KIKU-Sprachförder*innen kommen aus künstlerischen oder kulturpädagogischen Berufen.

    Seit 2016 profiliert das KIKU in Kooperation mit der Stiftung Mercator das System der Sprachförderung. Es entstanden ein digitaler sprachförderlicher Werkzeugkasten  mit zahlreichen Methoden, Spielen und Materialien für die Praxis der Sprachförderung. Mit einem vom KIKU entwickelten Test (Sprachstandserhebungsbogen) lassen sich die spezifischen Sprachförderbedarfe einzelner Kinder überprüfen und die Förderung passgenau am Bedarf ausrichten.

    Überblick

    Additive Sprachförderung

    Bei der additiven Sprachförderung handelt es sich um ein in Hamburg etabliertes schulisches Fördersystem, das nach Evaluation der einzelnen Kinder bedarfsweise zusätzlichen Unterricht verpflichtend vorschreibt. Die Diagnose stellen dafür eigens ausgebildete Lehrer*innen der jeweiligen Schule. Bei einer Reihe von Schulen übernimmt das KIKU Teile dieser Förderung. Grundsätzlich arbeiten wir hier In Kleingruppen von maximal acht Kindern, in der Regel im Wochenturnus jeweils anderthalb Stunden. Siehe Hamburger Sprachförderkonzept

    Geeignet für Grund- und weiterführende Schulen bis ca. 7. Klasse
    Kontakt

    HOT (Handlungsorientieres Sprachtraining) wurde ursprünglich im Werner-Otto-Institut entwickelt. Bei dieser Methode werden komplexe Handlungen, z. B. eine Piraten-Augenklappe herstellen, in einzelne Handlungselemente zerlegt, die mit den Kindern planerisch, praktisch und rückschauend mit vorbereitetem Bildmaterial durchgearbeitet werden. Der Anleiter oder die Anleiterin begleitet die Handlungen der Kinder intensiv sprachlich. HOT wird von der Gabriele-Fink-Stiftung  gefördert.

    Interessant für Schulen, Kitas, Jugendamt, ASD, IVK
    Kontakt

     

    Der effektive Weg in die Sprache

    Kooperation mit der Stiftung Mercator

    Effektiver Weg in die Sprache

    Ziel des KIKUs ist die Entkopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft durch die Nutzung der Potenziale kultureller Bildung. Im Rahmen einer engen Kooperation mit Schulen und Kitas stehen Kinder aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache im Fokus. Sprachförderlich fortgebildete Künstler*innen arbeiten mit den Kindern in ihrer Kunstsparte. Die meistens ein Jahr lang laufenden Projekte und Kurse enden mit einer Aufführung. Diese Grundausrichtung stärkt die Lernmotivation durch ästhetische Handlungsorientierung. Es entstehen messbar neue Zugänge zur Sprache.

    In den letzten drei Jahren hat die Kooperation mit der Stiftung Mercator zur systematischen Qualitätsentwicklung der ästhetischen Sprachbildung im KIKU geführt. Verankert im regionalen Bildungsraum, ist die künstlerisch-ästhetischen Sprachbildung des KIKUs zu einem bundesweiten „Exportmodell“ geworden. Die vom KIKU entwickelte Fortbildung hat Kooperationspartner aus den Bereichen Schule, Kita, Wissenschaft und Kunst gefunden und belegt die wachsende Überzeugung, dass künstlerische Mittel Sprachkompetenz fördern und die Kinder selbstbewusst Ausdruck finden lehrt. Gefördert wird damit auch die Verankerung von kultureller Bildung in Lernsystematik, Schulentwicklung und Frühförderung.

    Sprachbildung und Literacy im Elementar- und Vorschulbereich

    Für Kita- und Vorschulgruppen bietet das KIKU ebenfalls sprachförderliche Programme und Projekte. So arbeiten wir beispielsweise mit Bildgeschichten (Kamishibai und Polimilao). In unserem Vorschul-Literacy-Programm „Heute back ich Wolkenbrötchen“ gibt es Sprachförderung mit Musik, Bilderbüchern und theatralen Elementen. Darüber hinaus bieten wir sprachförderliche Kompaktwochen für Kita- und Vorschulkinder im KIKU an.

    Einfach mal anrufen!

    Kontakte

    Für alle Angebote:
    Tel. 040 739 280 95 - info(at)kiku-hh(dot)de

    Für Kitas und Vorschul-Gruppen:
    Katja Meybohm, meybohm(at)kiku-hh(dot)de, Tel. 040 739 280 97

    Für Sprachförderung in der Schule:
    Galina Fix, fix(at)kiku-hh(dot)de, Tel. 040 739 280 97

    Für Handlungsorientiertes Sprachtraining (HOT)
    Gesa Körner, koerner(at)kiku-hh(dot)de, Tel. 040 739 280 18