Ein Blick in unser Leseclub-Tagebuch


Ein Kommunikationsinstrument und eine Dokumentation, und zugleich ein natürlicher Lese- und Schreibanlass – das ist das Leseclub-Tagebuch. Zum Ende möglichst jeder offenen Leseclub-Zeit tragen die Kinder ein, was sie heute gemacht haben. Dass sie auch immer gelesen haben – dafür gibt es Lesepässe, die sehr gewissenhaft abgestempelt werden – schreiben die Kinder zwar nicht auf, aber sie tun es trotzdem. Jede und jeder liest natürlich in einem anderen Buch, und so ist es für die Kinder naheliegend, die besonderen, gemeinschaftlichen Aktivitäten zu notieren.

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Lesen, was die andere Gruppe gemacht hat

Seitdem es zwei offene Gruppen im Leseclub gibt, ist das Tagebuch auch zu einer Stütze der Kommunikation geworden. Dann schauen die Kinder nach, was die andere Gruppe gemacht hat und auf was sie vielleicht schon aufbauen können. Dass dabei meistens nicht besonders auf Rechtschreibung geachtet wird, soll nicht verwundern: Viele der Kinder sind erst in der ersten oder zweiten Klasse und sprechen deutsch häufig noch nicht besonders gut. Da ist es schon erfreulich, wenn so ein Kind überhaupt den Stift zur Hand nimmt, um etwas zu notieren. So wird jedenfalls die Freude an der geschriebenen Sprache nicht verbaut. Werden die Kinder etwas älter, fragen sie schon häufiger: Wie schreibt man...? Denn Fehler will ja eigentlich niemand machen.